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Große Litecoin-Analyse: LTC-Preis und Prognose 2019

Bewertung

Nachdem der LTC-Preis neuen Aufschwung erhalten hat, ist es höchste Zeit für eine Litecoin-Analyse. In der Nacht vom 08. Februar ist der Litecoin (LTC) Kurs trotz Bärenmarkt plötzlich um mehr als 10% Prozent (38$) in die Höhe geschossen und auch danach stetig weiter gestiegen, um mittlerweile sogar EOS als Top 4 Coin zu ersetzen.

Litecoin-Analyse
Quelle: CoinMarketCap

 

Vielen Investoren juckt es daher bereits in den Fingern. Was hat es mit dem Coin überhaupt auf sich und wird LTC den Aufwährtstrend auch langfristig beibehalten können? Hier findest Du die Antworten.

Was unterscheidet LTC überhaupt von BTC

Litecoin hat sich schon längst als Top 10 Coin etabliert und ist damit für Investoren, die auf der Suche nach Bitcoin-Alternativen sind, durchaus einen näheren Blick wert. Tatsächlich gibt es den Coin schon seit 2011. Seitdem wird die dezentrale Peer-to-Peer Kryptowährung häufig als das Silber zu Bitcoins Gold bezeichnet. Doch was unterscheidet die beiden Coins nun eigentlich voneinander?

Litecoin ist eine der ersten Forks von Bitcoin, die einige der grundlegenden Probleme der ersten Kryptowährung in Hinsicht auf Bottlenecks und die Skalierbarkeit lösen sollte. Der größte Unterschied zwischen den beiden digitalen Währungen ist daher die 4 Mal schnellere Transaktionsgeschwindigkeit bei niedrigeren Transaktionskosten, die Litecoin auszeichnet. LTC erledigt also im Grunde denselben Job wie Bitcoin, allerdings sehr viel schneller und günstiger – und das obendrein mit einem dezentralen Mining-Netzwerk.

Das kritisieren die Skeptiker

Da die beiden Währungen somit nach wie vor viel gemeinsam haben, sieht LTC-Erfinder Charlie Lee seinen Coin trotz der Position unter den Top 10 immer wieder starker Kritik ausgesetzt. In einer Litecoin-Analyse von Krypto-Hedge-Fund Multicoin im September 2018 brachte der Autor, Manager Tushar Jain, gleich mehrere Kritikpunkte an.

Jains wichtigste Kritikpunkte:

  • Litecoin ist nicht innovativ genug.
  • Litecoin hebt sich als Tauschmittel nicht genügend von der Konkurrenz ab (Die größten Konkurrenten sind Bitcoin Cash, Ethereum und das Lightning Netzwerk).
  • Litcoin ist lediglich ein Bitcoin-Versuchslabor, das als solches keinen intrinsischen Wert hat.
  • Die niedrigen Transaktionsgebühren können langfristig nicht erhalten werden.

Erfinder Lees Gegenargumente:

  • Die Alleinstellungsmerkmale von LTC sind, dass es sich um eines der sichersten Netzwerke und den Marktführer im Bereich des Scrypt-Minings handelt.
  • Das Lightning Netzwerk macht LTC nicht obsolet, weil es darin mit BTC kombinierbar sein wird. Zudem wird Litecoin schon jetzt von vielen Lightning Network Clients unterstützt.
  • Auch wenn Litecoin als Bitcoin-Versuchslabor genutzt wird, ist dadurch kein Rückschluss auf den Wert des Coins möglich.

Lees vollständige Verteidigungsrede aus 11 Tweets, in denen er die einzelnen Argumente Jains ausführlich aufgreift, findest Du hier.

In jedem Fall sind seit dem Argumentationsduell bereits mehrere Monate vergangen, in denen sich so einiges getan hat. In ihnen hat Litecoin, entgegen seinem Image als innovationsscheu bewiesen, dass es durchaus zu einigen ernstzunehmenden Neuerungen in der Lage ist, die die Investoren aufhorchen lassen.

 

Litecoin-Analyse: Der aktuelle Stand

Am 08. Februar ist der Litecoin-Preis im Bärenmarkt plötzlich um 10% von 33$ auf 38$ gestiegen. Auch danach hat sich der unaufhaltsame Anstieg des Litecoin-Kurses weiter bis auf 43$ fortgesetzt. Die Kryptowährung nimmt damit den vierten Platz hinter Bitcoin, Ripple und Ethereum ein, den seit 2018 EOS innehatte. Mittlerweile gehört er vorerst Litecoin mit einer aktuellen Marktapitalisierung von 2,6 Milliarden USD.

 

Litecoin Analyse
Quelle: CoinMarketCap

Mit dem neuen Preisanstieg hat der Coin auch die 200-Tage-Linie durchbrochen, sodass alle Zeichen für LTC auf ‚Bullenmarkt‘ stehen. Da die Kryptowelt allgemein aber noch immer nicht aus dem Abwärtstrend seit Anfang 2018 ausgebrochen ist, sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden.

Diese Pläne für 2019 geben LTC Auftrieb

Nehmen wir zunächst einmal unter die Lupe, wieso der Litecoin-Kurs trotz dem Bärenmarkt plötzlich so stark angestiegen ist. Nachdem Litecoin immer wieder für seine mangelnde Innovation kritisiert wurde, hatte es für den Coin in letzter Zeit gleich mehrere spannende Ankündigungen gegeben.  Durch die Implementierung neuer Skalierbarkeits- und Privatsphäre-Lösungen durch die Open-Source Entwickler-Community hat die Kryptowährung auf diese Weise mittlerweile entscheidende Fortschritte machen können.

Vertrauliche Transaktionen

Seit Beginn des Jahres lag der Fokus, ganz nach Versuchslabor-Manier, vor allem auf der Implementierung von Lösungen, die 2016 ursprünglich für Bitcoin entwickelt worden waren. Eine dieser Neuerungen ist die Einführung von vertraulichen Transaktionen, bei denen die Identität der Nutzer nicht offengelegt wird. Sie soll bis 2019 abgeschlossen sein und wurde am 28. Januar in einem Tweet von Charlie Lee persönlich angekündigt. Keine schlechte Idee in einer Zeit, in der Privacy Coins zunehmend beliebter werden.

Übersetzung: „Fungibilität ist die einzige Eigenschaft von solidem Geld, die Bitcoin & Litecoin fehlt. Jetzt, wo wir die Debatte um die Skalierung hinter uns haben, wird sich der nächste Kampf um die Fungibilität und die Privatsphäre drehen. Ich werde mich jetzt darauf konzentrieren, Litecoin durch die Ergänzung von Confidential Transactions noch besser handelbar zu machen.“

Einführung von Mimblewimble

Ca. 2 Wochen nach Lees Ankündigung legte Beam auf der Medium Seite die Zusammenarbeit mit Litecoin offen. Ziel der Kooperation ist „die Erweiterung der Privatsphäre und Fungibilität von Litecoin durch die On-Chain Konvertierung von regulären LTC zu einer Mimblewimble-Variante von LTC und umgekehrt.” Auf diese Weise soll den Nutzern ermöglicht werden, mit Hilfe von Mimblewimble LTC 100% vertrauliche Transaktionen durchzuführen.  Die Ergebnisse der Partnerschaft sollen als Open-Source veröffentlicht werden, sodass in Zukunft jeder die Verbesserung der Privatsphäre selbst replizieren kann.

Wieso die Wahl gerade auf Mimblewimble fiel, ist ganz einfach: Bei Mimblewimble handelt es sich um ein fortschrittliches Datenschutzprotokoll, bei dem die Rückverfolgung der einzelnen Quellen nur sehr schwer möglich ist. Da dabei in jeden Block mehrere Transaktionen passen, ist damit außerdem eine hohe Skalierbarkeit möglich.

Da die Erweiterungsblöcke mit den alten Knoten kompatibel bleiben, ist darüber hinaus keine Hard Fork erforderlich. Eine Aktualisierung des Protokolls zur Ausführung von Mimblewimble ist somit nicht nötig. Bei dem Datenschutz handelt es sich damit um ein vollkommen optionales LTC-Feature.

Trotz Bärenmarkt schlägt sich Litecoin wacker

Seitdem Beginn des Bärenmarktes Anfang 2018 war, neben dem Funding für Startups, auch die Entwickler-Aktivität um die meisten Coins stark zurückgegangen. In einem Medium Bericht vom November schrieb Meltem Demirors:

„[…] viele Kryptoprojekte, die per ICO Gelder erhalten haben, stehen, um relevant zu bleiben und einen echten Zweck zu verfolgen, vor großen Herausforderungen. Das ist genau, was passiert, wenn eine echte Finanzgrundlage fehlt und leider sind ‚Kryptofinanzen‘ noch immer nebulös und nicht genau definiert.“

Viele größere Kryptowährungen wie Bitcoin und Litecoin haben allerdings trotz der schlechten Zeiten erhebliche Fortschritte machen können und so den Grundstein für den Einstieg neuer Benutzer in die Kryptosphäre gelegt, um sich auf den nächsten Boom vorzubereiten.

Das neue Engagement der Entwickler-Community, die bei Litecoin bereits begonnen hat, die Neuerungen umzusetzen, scheint auch für die weitere Preisentwicklung ein wichtiger Schlüsselfaktor zu sein. So hatte schon 2017 eine Studie des Ivey Business School Professors JP Verge eine hohe Aktivität der Entwickler an der zugrundeliegenden Blockchain eines Krypto-Assets als besten Indikator für den zukünftigen Preistrend eines Coins identifiziert. Jameson Lopp zitiert die Studie in einem Tweet wie folgt:

Übersetzung: „Wir haben festgestellt, dass das beste Mittel zur Vorhersage des Kurses einer Kryptowährung die Entwickleraktivität rund um die Währung ist.“

 

Die rosige Litecoin-Zukunftsprognose

Der 30%ige Kursanstieg am Freitag hat jedenfalls gezeigt, dass Lees Plan aufzugehen scheint. Schließlich passiert es im Kryptowinter nicht allzu oft, dass positive Nachrichten sofort einen derartig starken Preisanstieg nach sich ziehen. Bleibt nur noch abzuwarten, ob sich der Kurs in Zukunft stabilisieren und sogar weiter steigen kann.

Zeit also für eine Zukunftsprognose, denn was wäre eine Litecoin-Analyse schon ohne eine Vorhersage der weiteren Kursentwicklung?

Die Augen richten sich auf das anstehende Block Halving

Für die zukünftige Entwicklung des Coins sind vor allem zwei Dinge interessant: Zum einen richten sich die Hoffnungen der LTC-Investoren gespannt auf das am 8. August geplante Block Reward Halving. Hiernach werden die Miner des Coins nur noch die halbe Belohnung zur Validierung eines Blocks erhalten.

Da die Menge der zirkulierten LTC dadurch geringer werden wird, kann es durch das Event durchaus zu einem Preisanstieg kommen. Auch in der Vergangenheit wurde das in der Kryptowelt bisher bestätigt. Als führende digitale Währung lag das Hauptaugenmerkt dabei meist auf Bitcoin. Das nächste Event für BTC steht allerdings erst am 24. Mai 2020 an, sodass es Litecoin im Herbst wohl kaum die Show stehlen wird.

Das zunehmende Interesse an der weiteren LTC-Preisentwicklung und die Vorfreude auf das LTC-Halving haben sich jedenfalls schon jetzt in den Google Trends bemerkbar gemacht. Einem eventuellen Bull Run ist damit also durchaus bereits der Weg geebnet.

Auch der Kryptomarkt soll im 3. Quartal 2019 boomen

Die meisten Krypto-Analysten, die eine Zukunftsprognose zur Krypto-Entwicklung für das aktuelle Jahr abgeben, legen das Augenmerk ebenfalls auf das 3 Quartal des Jahres. Das liegt vor allem daran, dass zu diesem Zeitpunkt mit dem Einstieg großer Investoren gerechnet wird, die dem gesamten Kryptomarkt neuen Aufschwung verleihen könnten. Nicht wenige glauben daher, dass wir es ab Herbst mit einem neuen Bullenmarkt zu tun haben könnten, wovon natürlich – besonders als Top 10 Währung – auch Litecoin profitieren würde.

In jedem Fall scheinen Litecoin-Investoren nach einer langen Ruhepause endlich wieder spannende Zeiten bevorzustehen.

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Foto von:

Eiving Pedersen

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Janine ist professionelle Cryptoreporterin mit einer Faszination für das Potenzial von Kryptowährungen (die sie zum ersten Mal 2013 entdeckt hat) und der Passion, gesellschaftliche Prozesse und Veränderungen zu diskutieren. Wenn sie nicht gerade an ihrem Computer sitzt, dann findet man sie beim Spaziergang mit ihrem Aussie oder beim Lesen eines Dan Brown Romans.