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Krypto-Betrug: Mit diesen Red Flags enttarnst Du Krypto-Scams

Bewertung

Da es im Krypto-Bereich als völlig neue Industrie zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten gibt, wird es – wie in der restlichen Geschäftswelt – auch immer wieder zu Krypto-Betrug kommen. Natürlich solltest Du Dich vor der Entscheidung für eine Investition daher umfassend erkundigen und sicherstellen, dass Du wirklich verstehst, wofür Du Dein hart verdientes Geld ausgibst. Hältst Du Dich an dieses Mantra, dann wird Dir schnell auffallen, welche Angebote legitim und welche eher fragwürdig sind.

 

Krypto-Betrug erkennen spart Zeit, Mühe und viele Tränen.

 

Eine umfassende Recherche kostet allerdings ziemlich viel Mühe und Zeit, die einem meist nur begrenzt zur Verfügung steht. Ein zusätzlicher Vorteil ist daher, die grundlegenden Merkmale von Krypto-Betrug und Scam Coins zu kennen. Schließlich hast Du auf diese Weise die Möglichkeit, Scam Coins möglichst schnell auszusortieren und Deine Zeit in die wirklich interessanten Investitionsmöglichkeiten zu investieren.

Auf den ersten Blick mag die Identifizierung von Scam Coins oder sonstigem Krypto-Betrug gar nicht immer so einfach sein. Sieht man aber genauer hin, dann fallen einem durchaus Charakteristiken auf, die die meisten Angebote mit betrügerischer Absicht gemeinsam haben. In diesem Artikel findest Du daher die größten Red Flags, die Dir zeigen, bei welchen Krypto-Angeboten es sich nicht um ernstzunehmende Investitionsmöglichkeiten handelt.

 

Die häufigsten 5 Red Flags eines Scam Coin

Glücklicherweise geben sich die meisten Scam Coins nicht einmal allzu viel Mühe, ihre Absichten zu vertuschen. Auch, wenn das natürlich nicht für alle gilt, setzen viele von ihnen bei ihrem Krypto-Betrug darauf, dass Du Dich nicht lange erkundigst und Dich vor allem auf die gemachten Versprechungen konzentrierst. Abgesehen von diesen steht das Geschäftsmodell allerdings meist auf wackligen Füßen und ist eher ominös gehalten. Kennst Du die größten Red Flags, dann lassen sich die meisten Scam Coins schnell identifizieren.

Diese Red Flags sollten die Alarmglocken läuten lassen:

  1. Die Team-Mitglieder treten nicht persönlich auf.
  2. Das Whitepaper ist nicht vorhanden, unvollständig oder wirkt undurchdacht.
  3. Im Internet sind keine oder nur sehr wenige Informationen über den Coin zu finden (siehe z.B. Reddit).
  4. Der dem Projekt grundlegende Code ist nicht Open Source und damit nicht frei einsehbar.
  5. Es wird ein sicherer (und meist auch schneller) Gewinn versprochen.

 

Auch diese Investitionsmodelle solltest Du meiden

 Natürlich gibt es in der Kryptowelt noch sehr viel mehr Angebote, als einfach eine bestimmte Währung direkt zu kaufen. Um Dich vor Krypto-Betrug zu schützen, lohnt es sich auch hier, einen näheren Blick auf das zugrunde liegende Geschäftsmodell werfen. Achtest Du auf ein paar Merkmale, dan kann Du so schnell Investitionsangebote enttarnen, von denen Du besser die Finger lassen solltest.

Mach einen Bogen um folgende Geschäftsmodelle:

1. Angebote, die konstante Gewinne versprechen (Abo-Pakete, Cloud-Mining-Angebote, etc.)
Zunächst zahlen diese meist für eine Weile Gewinne aus. Sind allerdings einmal genug Kunden gewonnen, dann offenbart sich der Krypto-Betrug meist, indem die Betreiber von heute auf morgen mit den Geldern verschwinden. Hinzu kommt, dass das Geld auch zu Beginn nur mit Hürden (z.B. erst nach einer gewissen Zeit) auszahlbar ist.

2. Schneeballsysteme (z.B. Bitconnect)
Schon einmal von einem Geheimtipp gehört, für den Du Dich lediglich gegen eine Gebühr registrieren und anderen ein bestimmtes Produkt empfehlen musst, um so eine schnelle und natürlich hohe Kommission zu verdienen? Ist dies der Hauptzweck des Unternehmens, dann handelt es sich um ein Schneeballsystem. Der Gewinn des Unternehmens ergibt sich dabei nicht aus dem verkauften Produkt, sondern aus den gezahlten Gebühren der Teilnehmer. Auch diese Systeme werden häufig für Krypto-Betrug genutzt, bei dem sich die Betreiber mit genügend Gewinn aus dem Staub machen.

Aber auch Binance hat ein Empfehlungssystem! Gibt es da einen Unterschied?

Ja, den gibt es. Zum einen werden bei Binance keine großen Versprechen gemacht (man erhält für empfohlene Nutzer nur eine sehr kleine Belohnung über begrenzte Zeit). Zum anderen handelt es sich dabei nicht um den Hauptzweck des Unternehmens. Als zweitgrößte Kryptobörse verdient Binance sein Geld in erster Linie mit den Tradinggebühren der Nutzer. Hierbei handelt es sich also durchaus um ein legitimes Angebot.

 

Wie kannst Du also sicher in Krypto investieren?

Krypto-Betrug erkennen und zu wissen, was man NICHT tun soll ist ja schön und gut. Aber worauf kommt es bei Krypto-Investitionen denn nun eigentlich an? Da es sich noch immer um volatile neue Währungen handelt, ist mit dem in Kryptowährungen investieren immer auch ein gewisses Risiko verbunden. Bei einigen Investitionsarten ist dieses Risiko allerdings um einiges geringer als bei anderen. Willst Du auf Nummer sicher gehen, dann solltest Du diese goldenen Regeln beachten:

  1. Kaufe Deine Währungen direkt auf einer großen Kryptobörse.

Deine Kryptowährungen auf einer reputablen Kryptobörse kaufen, die schon seit längerer Zeit existiert (wie Binance oder Coinbase), ist die sicherste Variante, um Krypto-Betrug zu umgehen und Deine Investition auch tatsächlich zu erhalten.

  1. Bewahre Deine Kryptowährungen in Deinem eigenen Wallet auf.

Eine weitere wichtige Methode, um dich vor Krypto-Betrug zu schützen, ist Scams gar keinen Ansatzpunkt zu bieten. Sendest Du Deine Krypto-Assets nach dem Kauf an Dein privates Wallet, dann kann Dein Geld bei einem eventuellen Hack, der Pleite oder einem Krypto-Betrug der entsprechenden Kryptobörse auf der es gelagert ist, nicht verloren gehen. Schließlich verwahrst Du es selbst und hast jederzeit direkten Zugriff darauf.

  1. Trade eher weniger als mehr.

Je mehr Du tradest, desto höher ist Dein Risiko (nicht nur in Hinsicht auf Krypto-Betrug, sondern auch auf Deinen Gewinn). Wieso ist ganz einfach: Du zahlst mehr Trading-Gebühren, hast mit mehr Trades auch mehr Möglichkeiten Verluste zu machen und um Chancen zu nutzen, musst Du Dein Geld häufiger bei Drittanbietern lagern, was (wie oben erwähnt) seine eigenen Risiken birgt.

  1. Lege Dir eine langfristige Strategie zurecht und halte Dich daran.

Je langfristiger Deine Strategie und je sicherer Du Dir damit bist, desto weniger musst du zudem die tagesaktuellen Entwicklungen verfolgen und desto geringer ist auch das Risiko, psychologischen Fallen wie FOMO („fear of missing out“, dt.: die Angst etwas zu verpassen) bei steigenden Kursen oder FUD (kurz für „fear, uncertainty and doubt“, dt.: Angst, Unsicherheit und Zweifel) bei fallenden Kursen ins Netz zu gehen. So bist Du weniger versucht, unüberlegte Entscheidungen zu treffen. Ohne ständiges emotionales Auf und Ab, bist Du daher auch weniger anfällig für große Versprechen und damit Krypto-Betrug. Vergiss nicht: Niemand kann kurzfristige Marktentwicklungen sicher vorhersagen. Auch langfristige Trends sind spekulativ, aber durchaus besser einschätzbar. Behalte daher im Hinterkopf: Im Zweifelsfall eher HODLN (langfristig anlegen) und auf den allgemeinen Wertanstieg zuvor sorgfältig ausgewählter Kryptowährungen hoffen.

 

Dich an all diese Regeln zu halten kann natürlich nicht sicherstellen, dass immer alles zu 100% nach Plan verläuft. Trotzdem ist das folgende Mantra, auf das sich sämtliche Lektionen runterbrechen lassen, Deine sicherste Wette:

Handel – wie bei anderen Assets – auch in der Kryptowelt grundsätzlich nach bestem Wissen und Gewissen!

Auf diese Weise steht jedenfalls fest, dass Du keine leichte Beute für Krypto-Betrug bist und Deine Assets jederzeit so sicher nur irgendwie wie möglich sind.

 

Deine Meinung ist gefragt!

Dir fallen noch weitere Merkmale eines Krypto-Betrugs ein? Dann teile sie uns unten in den Kommentaren mit.

 

Foto von:

Evan Kirby

 

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Janine ist professionelle Cryptoreporterin mit einer Faszination für das Potenzial von Kryptowährungen (die sie zum ersten Mal 2013 entdeckt hat) und der Passion, gesellschaftliche Prozesse und Veränderungen zu diskutieren. Wenn sie nicht gerade an ihrem Computer sitzt, dann findet man sie beim Spaziergang mit ihrem Aussie oder beim Lesen eines Dan Brown Romans.